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Germany

VFAVR

auroville-international.org

(VFAVR) Verein zur Förderung der Auroville-Region

Gemeinnütziger e.V.


letztes update: Freitag, 7. Dezember 2007

Der VFAVR

Die Gründung erfolgte im Jahr 2000 mit dem Ziel, sich für die Entwicklung der näheren und weiteren Auroville-Region einzusetzen. Dieses Engagement geschieht in enger Abstimmung mit dem Verein "Auroville International Deutschland" e.V., dessen Ziel in der Förderung des Auroville-Projekts besteht.

 

Ziele und Aktivitäten des VFAVR

Der VFAVR sieht es – laut seiner Satzung – als seine Aufgabe an, die Entwicklung zugunsten der Bewohner der näheren und weiteren Umgebung der von der UNESCO geförderten Modellstadt Auroville zu unterstützen. Die ländliche Region um Auroville, die südlich von Chennai (früher Madras) im indischen Bundesstaat Tamil Nadu unweit der Küstenstadt Puducherry (vormals Pondicherry) liegt, gehört zu den unterentwickelten Regionen Tamil Nadus. Die meisten Bewohner dieser Region gehören den untersten Kasten des traditionellen gesellschaftlichen Systems Indiens an oder sind sogar Harijans, d.h. ‚Unberührbare’.

Insbesondere sollen die Selbsthilfebestrebungen der Dorfbewohner im ökonomischen, ökologischen, schulischen, ausbildungsbezogenen, medizinischen und sozialen Bereich gefördert werden. Bestehende Selbsthilfeinitiativen auf diesen Gebieten wie auch die Gründung neuer Selbsthilfemodelle sollen unterstützt werden.

Wenn immer möglich, soll die Hilfeleistung in Kooperation mit den Entwicklungsberatern des Auroville Projekts geschehen.

Die Mittel für die Hilfeleistungen sollen als Spenden bei Privatpersonen und Firmen eingeworben sowie als Projektzuschüsse bei Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder öffentlichen Stellen wie etwa dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) beantragt werden.

Das Auroville Projekt - http://www.auroville.org

Auroville wurde 1968 im Süden Indiens als internationales Stadt- und Gemeinschaftsexperiment ins Leben gerufen. Die Vision des Projektes liegt darin, dass durch das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen aller Nationen ein urbanes Modell menschlicher Einheit und gelebter Völkerverständigung geschaffen werden soll.

In Auroville selbst leben und arbeiten heute (1.11.2007) ca. 1940 Menschen aus mehr als 40 Ländern. Auroville liegt in einer ländlich geprägten Region und beeinflusst durch seine Existenz umliegende indische Dörfer mit einer Gesamtbevölkerung von ca. 70 000 Menschen. Die Entwicklung dieser rückständigen, zum Teil noch in großer Unterversorgung lebenden Region wird als untrennbarer Teil der Entwicklung Aurovilles gesehen.

Die vielfältigen Dorfentwicklungsprogramme und Selbsthilfeprojekte werden mehrheitlich vom Auroville Village Action Trust (AVAT) koordiniert. Wichtige Zielgruppen der Dorfentwicklungsprogramme und Selbsthilfeprojekte sind Frauen und junge Menschen.

Bisherige und aktuelle Entwicklungsprojekte

Projekte unter dem Dach von AVAT:

  • DEEPAM, kümmert sich um geistig und körperlich behinderte Kinder.

  • THAMARAI, ein Erziehungs- und Kulturzentrum im Dorf Edayanchavady

  • LEC (Life Education Centre), ein Schulungszentrum für sozial benachteiligte Mädchen in handwerklichen Fähigkeiten

  • AVHS (Auroville Health Service), dient der Erziehung und Aufklärung zu Gesundheits- und Hygienefragen

  • AVAG (Auroville Village Action Group) ist die Ursprungseinheit von AVAT und die Kerneinheit der Dorfentwicklungsarbeit seit 1983

  • ACDC (Auroville Coastal Development Centre), der Nachfolgeorganisation zum Tsunami-Hilfsprojekt, die sich jetzt generell um eine nachhaltige Entwicklung der Region um Auroville.

  • LIVELY, eine Ausbildungsstätte für Schneiderei und Textil-Vertrieb.

  • SVARAM und MOHANAM, zwei Einheiten, die tamilische Kultur und den Bau von tamilischen Musikinstrumenten pflegen.

  • AIS (Auroville Industrial School), die Auroville Berufsfachschule, die sich die berufliche Ausbildung von Jungen und Mädchen nach Schulabschluss in einer wachsenden Zahl von Fächern zum Ziel gesetzt hat.

Andere Entwicklungsprojekte

  • New Creation Bi-lingual School (NCBS), diese Ganztagsschule gibt Jungen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien eine Chance, zweisprachig (tamil, englisch) vom Kindergarten bis zum Abschluss mit der 8. Klasse aufzuwachsen und integral nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen in ihrem persönlichen Potenzial gefördert zu werden.

  • New Era Secondary School (NESS) setzt die Schulausbildung von NCBS bis zum Abschluss der Sekundarstufe (10. Klasse ) fort und bereitet seine Schüler und Schülerinnen mit den Klassen 11 und 12 auf ein Studium an einer Universität vor.
    Beide Schulen – NCBS und NESS – haben einen autonomen Status beantragt, der es ihnen ermöglicht, modernsten, eigenen pädagogischen Konzepten zu folgen und ab 2010 eigene Abschlusszeugnisse auszustellen, die in ganz Indien anerkannt werden.

  • Arul Vazhi School begann 1984 als Abendschule für 15 Schüler und umfasst heute erzieherische Angebote für bis zu hundert Schüler und Schülerinnen und einen morgendlichen Kindergarten.

  • Mirra Women Group: eine Gruppe von Tamilfrauen in Auroville, die untereinander ihre Probleme im Alltag besprechen und sich gegenseitig Fertigkeiten wie Schneidern, Malen, Singen, Tanzen beibringen.

  • Youth Centre: ein seit 12 Jahren existierender Jugendclub in einem Fischerdorf, der sich zu einer Abendschule und Kulturzentrum für 60 Kinder aus den ärmsten Familien entwickelt hat und einen Spielplatz, eine überdachte Bühne mit Umkleidekabinen, einen Volleyballplatz sowie eine tamil- und englischsprachige Leihbücherei umfasst.

  • Kulturzentrum: Dieses Projekt ist ähnlich zu dem “Youth Centre” konzipiert und wurde 2007 in einem anderen Fischerdorf gestartet.

  • Deepanam School: eine Schule für Dorfkinder, die sich an der Idee des “Free Progress” orientiert. Hier haben die Kinder unter der Anleitung der Lehrer große Freiheit ihr Lernen selbst zu organisieren.

  • In-Tuition: Aus der Arbeit mit sog. „Drop-Outs“ (Schulaussteigern) entwickelte sich eine spezielle Förderung im außerschulischen Bereich. „Schwache“ Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht als Einzelförderung oder in Kleingruppen. Schulaussteiger werden auf Examen vorbereitet und Jugendlichen werden englische Sprachkenntnisse vermittelt. Mittlerweile betreut ein Team von 4 Lehrerinnen und Lehrern ca. 30 Kinder.

 

Während die Mehrzahl der Projekte durch unsere Spender direkt gefördert wird, gibt es auch Projekte, für die der Verein – zusätzlich zu privaten Spenden – Zuwendungen von dritter Seite beantragt und somit größere Projekte erst ermöglicht. Auf diese Weise wurde in der Vergangenheit die erste Ausbaustufe der AIS finanziert und Starthilfen für LEC und das Mikrokreditsystem der AVAG gewährt.

Im Moment (2007/2008) steht die nächste Ausbaustufe der AIS auf der Prioritätenliste.
Näheres dazu steht auf dieser Seite: http://www.a-is.org/

Projektbeschreibung in deutscher Sprache zum Download als PDF Datei:
Das Entwicklungshilfeprojekt Berufsfachschule AIS in Irumbai/Südindien

  

Wichtige Angaben zum VFAVR

Geschäftsstelle

Verein zur Förderung der Auroville-Region (VFAVR) e.V.
Solmsstr.6, 10961 Berlin
Tel. 06171-563 18, Fax 06171-563 19 oder Fax 030-92 09 13 76
eMail: 01736614658@vodafone.de (1. Vorsitzender)
oder info@auroville.de (Geschäftsstelle)

Vorstand

1. Vorsitzender: Helmut Ernst
2. Vorsitzender: Georg Stollenwerk

Kontoverbindung

Bank für Sozialwirtschaft
Kto. 3289300
BLZ 100 205 00

Spenden und Mitgliedsbeiträge für den VFAVR e.V. sind steuerlich absetzbar. Nach Jahresende wird eine entsprechende Zuwendungsbescheinigung ausgestellt. Bitte bei erstmaliger Überweisung einer Spende unbedingt die Adresse angeben!

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