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Der deutsche Pavillon muss sich in der Weise in die Internationale Zone einfügen, dass er möglichst in jedem Stadium seines Wachstums Sinn macht. Ein modulhafter, wandelbarer, ausbaufähiger Charakter ist also geboten. Dabei bleibt die Herausforderung bestehen, nicht in additive Verzettelung zu verfallen, sondern das Besondere, Prägende, Zentrale von Anfang an herauszuarbeiten.
Darüber hinaus soll sich der deutsche Pavillon, dem bisherigen Konzept der Internationalen Zone folgend, in einen "Campus"-Charakter einfügen.
Als Konsequenz aus den vorher beschriebenen Aspekten "deutscher Qualität" und einer daraus abzuleitenden Gestaltungssynthese ergibt sich die Forderung, auf einer integrierenden Leitidee aufbauend ein Gebäude zu kreieren, das sich als Kristallisationskern für die weitere Entwicklung des deutschen Pavillons eignet.
Als integrierendes Thema wurde von den Mitgliedern der Pavillongruppe der Begriff “Wasser” definiert. Einerseits in seinen Aspekten als Lebensspender, Vermittler von Lebensfreude und Schönheit und andererseits als Energieträger, dessen Möglichkeiten bisher erst teilweise erschlossen sind. Gleichzeitig soll die Leitidee "Wasser" in oder an diesem Gebäude ihren künstlerisch-gestalterischen Ausdruck finden, etwa in Form einer Verbindung von Licht, Wasser und Ton.
Zugrunde liegt dem die Einsicht, das heute mehr denn je ein sorgsamer Umgang mit dieser kostbaren Ressource geboten ist und damit auch eine vielseitigere und neue Erschliessung ihrer Geheimnisse. Das erfordert Räumlichkeiten und Ausstattungen, die verschiedenen Arten der Wasserforschung gewidmet sind. Neben der Entwicklung von alternativen (angepassten) Technologien zur Meerwasserentsalzung z.B. auch grenzwissenschaftlichen Untersuchungen zum Informationspotential speziell aufbereiteten Wassers.
Als weiterer Gebäudeteil ist eine akustisch im hohen Grade anpassbare Halle vorgesehen, die sowohl zur Aufführung von Konzerten als auch zur Nutzung im Rahmen einer Musikschule geeignet sein soll. Konzert heisst in diesem Fall keineswegs nur deutsche, sondern ebenso indische und internationale Musik mit Schwerpunkt eher auf klassischen Musikstilen. Die technische Ausrüstung dieses Raumes ist in einem Spektrum von rein baulichen Akustikfunktionen bis hin zu anspuchsvoller High-Tech-Ausstattung denkbar. Dazu eine Werkstatt für Bau und Wartung von Musikinstrumenten.
Und schliesslich soll ein eigener Bereich der Vision/Philosophie Deutschlands angemessenen Ausdruck verleihen. Hier sollen z.B. Ausstellungen und Vorträge möglich sein.
Zusätzlicher Raumbedarf:
Zwei bis drei Einzimmer-Gästeappartements; Hausmeisterwohnung; Empfangsbereich; kleiner Gastronomiebereich (Café);
Sonstiges:
· Grünanlagen um das Gebäude, evtl. in Verbindung mit einem Brunnen (wenn möglich als Wasserspiel und Nutzeinrichtung zugleich).
· Keine Solitär-Bauweise, sondern Integration in eine "europäische Plaza". Eventuelle Brückenschläge zu Nachbarbauten (z.B. französischer oder russischer Pavillon) müssen möglich bleiben.
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